HUS014 Sepp of Vienna – Ein Leben in der Szene

© Sepp of Vienna

“Zeichnen ist von Kindheit an meine große Leidenschaft und Stärke. Waren es in Kindergartentagen noch Autos – die Faszination der Fünfziger Jahre – so herrschten im katholischen Internat der Schulbrüder, in meinem Religionsheft, Leidensszenen der Kreuzigung Christi mit muskulösen Römern vor. Als sogenannter Spätberufener – mein Coming Out hatte ich erst mit 24 – fand ich alsbald meine sexuelle Orientierung zu Leder und SM.”
So beschreibt sich “Sepp of Vienna” auf seiner Internetseite.
Mit seinen Grafiken, als Künstler und Aktivist hat Sepp Engelmaier Bedeutung über die Wiener Schwulenszene hinaus erlangt. Heute ist er gemeinsam mit dem Historiker Andreas Brunner (QWIEN) Gast in der Sendung von Radio positiv auf ORANGE 94.0.

Die Sendung Nachhören:

HUS009 Gefüllter Strudel bei Renate

Foto: Peter Supp
Renate ist kurz vor ihrem 70. Geburtstag. Während sie in ihrem Elternhaus im Burgenland einen Strudel aus Schinken, Bergkäse und Gurkerl für den Besucher zubereitet, erzählt sie, dass sie in einfachen Verhältnissen aufgewachsen ist. Beiläufig erfahren wir, dass der Großvater als Kind aus dem Haus gejagt wurde, weil nicht genug Essen für alle da war. Ihr Vater war Hufschmied und Alkoholiker. Mit einer Tochter konnte er wenig anfangen. Das trieb sie bald aus der Familie in eine frühe Ehe, die aber nicht lange Bestand hatte. Renate begann ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen und lernte in der Großstadt Wien alleine zu leben und zu geniessen.
Die so gewonnene Selbständigkeit könnte sich – in der Pension zurück im Burgenland – im Alter zur Einsamkeit wandeln. Gelegentlich spielt sie im Lotto. Vielleicht gelingt es ihr mit einem Gewinn wieder in die Großstadt zurück zu kommen.

Hinweis: Von dieser Episode gibt es auch eine Radioversion (nicht downloadbar).

HUS005 La vita è bella

Vom Nutzen des Rennfahrens

Am 12. Mai 1974 fand in Melk das erste EM-Rallycross der Saison in Österreich statt. Eine neue Motorsportart aus England und Holland, welche das Publikum begeisterte. Die kurzen, übersichtlichen Strecken, und der wechselnde Belag aus Schotter und Asphalt zogen tausende Zuschauer an.
Publikumslieblinge zur damaligen Zeit waren die beiden österreichischen Fahrer Franz Wurz und Herbert Grünsteidl. Im Leben Freunde, auf der Rennstrecke erbitterte Gegner, mischten sie die internationale Konkurrenz auf.
Und auch nach dem Ende ihrer Motorsportkarrieren verstanden sie es, ihre dort erworbenen Erkenntnisse zu nutzen. Sie entwickelten ein System von Fahrsicherheitstrainings, das in Österreich unter anderem zur gesetzlichen Verpflichtung bei Führerscheinneulingen beitrug und international als Vorbild dient.
Peter Supp erzählt die spannende Lebensgeschichten von zwei der größten österreichischen Motorsportlern aller Zeiten.
Lizenz: CY-BY-NC

HUS001 Edith wach auf!

Wenn man mit 23 Jahren nicht nur mit dem Auto von der Straße katapultiert wird, sondern auch aus seinem bisherigen Leben zunächst ins Koma und danach in den Rollstuhl, ist das eine kapitale Lebenskrise. Dieser musste sich Edith Grünseis-Pacher stellen. 23 Jahre später führe ich mit ihr ein Gespräch, in dem sie erzählt wie alles kam und vor allem, was danach geschah.

Dieser Beitrag entstand im Wintersemester 2012/2013 im Rahmen des Lehrganges Radio- und Audiojournalismus im Polycollege Johannagasse, Wien.
Dozentinnen: Judith Brandner (Leitung), Vera Albert, Mag. Andrea Hauer, Eva Simsic.

Gestaltung: Peter Supp
Sprecherinnen: Vera Albert, Kristin Pfeifer
Musik: Promises to keep, Kevin McLeod, www.incompetech.com

Lizenz: CC-BY-NC