Georg Uecker auf Besuch in Wien

Georg Uecker gehört zu den beliebtesten deutschen TV-Serienstars und ist ein Vorkämpfer der Schwulenbewegung. Er wurde 1962 in München geboren und wuchs in einer deutsch-norwegischen Familie in Bonn am Rhein auf. Als »Unterhaltungsfacharbeiter« begeistert er die Fernsehzuschauer in der »Lindenstraße«, wie auch als Spielleiter in der »Schillerstraße« und Producer der Late Night Show »Blond am Freitag«. Für seinen Kampf gegen HIV und Aids erhält er 2010 den ReD-Award.
Der erste Kuss zweier Männer in einer deutschen Fernsehserie machte Georg Uecker, alias Dr. Carsten Flöter, schlagartig berühmt. Das Urgestein der »Lindenstraße« musste privat schwere Schicksalsschläge einstecken: Sein Freund stirbt an AIDS, und er selbst erhält im Rahmen einer Krebsbehandlung eine HIV-Diagnose. Er verliert alles, was er hat, doch kämpft sich ins Leben zurück.

Ich habe ihn in Wien getroffen. Er wollte die Begegnung in einer Wiener Kaffeehaus, in dem man auch Rauchen darf. So erzählte er mir im legendären Café Ritter im 6. Bezirk von seinem kämpferischen leben zwischen Lindenstraße und Christopher Street.

Zu hören gibt es das Gespräch am 19. April 2018 in Radio Positiv und demnächst als Podcast hier in Hören und Staunen.

“Hören und Staunen – Episode 8” Der Körper als Partitur

Der Schwullesbische Chor Köln
Ein Porträt von Peter Supp

Lesbische und schwule Chöre haben vor allen in den USA ihre Wurzeln. Schon 1971 gründete die Komponistin Roberta Kossa in New York den Chor ‘Women like me’. In den Achtziger Jahren gründen sich in Europa die ersten Gruppen. Bereits 1980 bildet sich in Hamburg der ‘Hamburger Tuntenchor’. Kurz danach, 1982, wurde in Köln der Chor ‘Triviatas’ gegründet.
Die Chöre sind wichtige Integrationsorte innerhalb der schwullesbischen Community. Sie bieten einen Raum, in dem die Mitglieder sowohl ihre musikalischen Interessen verfolgen können, als auch von Ressentiments und Vorurteilen gegenüber Homosexuellen geschützt sind und sich frei und unverstellt bewegen können. Dies spielte vor allem zu Beginn der homosexuellen Chorbewegung eine wichtige Rolle, mit der zunehmenden gesellschaftlichen Emanzipation tritt der musikalische Aspekt in den Vordergrund.