HUS017 Welt-Aids-Tag 2017

 

Neue Aspekte bei der Impfstoffentwicklung durch die BOKU Wien

Nino Trattnig, Paul Kosma (von links). Foto: BOKU

An der Universität für Bodenkultur in Wien ist es, als Teil einer internationalen Studie gelungen, die Grundstrukturen der Hülle der HI-Viren so abzuwandeln, dass diese vom körpereigenen Immunsystem als Feind erkannt und bekämpft werden können. Daraus ergeben sich neue Perspektiven für die Entwicklung eines Impfstoffes gegen HIV.

Weltweit sind 36,7 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert.
In Österreich sind es 8 bis 9 Tausend Personen.
1 Million Menschen starben 2016 weltweit an AIDS, davon 120.000 Kinder unter 15 Jahre.
Das Virus wurde 1983 in Frankreich entdeckt. Ein Jahr später, 1984, in den USA. Seither bemühen sich Wissenschafter weltweit intensiv, ein Mittel gegen diese Bedrohung zu finden.
Der erste Durchbruch gelang 1997, mit der sogenannten Kombi-Therapie in den USA. Durch die tägliche Einnahme dreier Wirkstoffe kann die Vermehrung des Virus im Körper gestoppt werden. Diese Therapie verdrängt das Virus unter die Nachweisgrenze. Hält man sich strikt an die medizinischen Vorgaben, kann man ein nahezu normales Leben führen. Eine lebenslange Behandlung bleibt dabei aber derzeit notwendig.

Weitere Themen:
20 Jahre Aids-Hilfe-Haus Wien
Fackelzug von Christian Broda-Platz zum Stephansdom mit Requiem zelebriert von Kardinal Schönborn.

HUS014 Sepp of Vienna – Ein Leben in der Szene

© Sepp of Vienna

“Zeichnen ist von Kindheit an meine große Leidenschaft und Stärke. Waren es in Kindergartentagen noch Autos – die Faszination der Fünfziger Jahre – so herrschten im katholischen Internat der Schulbrüder, in meinem Religionsheft, Leidensszenen der Kreuzigung Christi mit muskulösen Römern vor. Als sogenannter Spätberufener – mein Coming Out hatte ich erst mit 24 – fand ich alsbald meine sexuelle Orientierung zu Leder und SM.”
So beschreibt sich “Sepp of Vienna” auf seiner Internetseite.
Mit seinen Grafiken, als Künstler und Aktivist hat Sepp Engelmaier Bedeutung über die Wiener Schwulenszene hinaus erlangt. Heute ist er gemeinsam mit dem Historiker Andreas Brunner (QWIEN) Gast in der Sendung von Radio positiv auf ORANGE 94.0.

Die Sendung Nachhören:

HUS009 Gefüllter Strudel bei Renate

Foto: Peter Supp
Renate ist kurz vor ihrem 70. Geburtstag. Während sie in ihrem Elternhaus im Burgenland einen Strudel aus Schinken, Bergkäse und Gurkerl für den Besucher zubereitet, erzählt sie, dass sie in einfachen Verhältnissen aufgewachsen ist. Beiläufig erfahren wir, dass der Großvater als Kind aus dem Haus gejagt wurde, weil nicht genug Essen für alle da war. Ihr Vater war Hufschmied und Alkoholiker. Mit einer Tochter konnte er wenig anfangen. Das trieb sie bald aus der Familie in eine frühe Ehe, die aber nicht lange Bestand hatte. Renate begann ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen und lernte in der Großstadt Wien alleine zu leben und zu geniessen.
Die so gewonnene Selbständigkeit könnte sich – in der Pension zurück im Burgenland – im Alter zur Einsamkeit wandeln. Gelegentlich spielt sie im Lotto. Vielleicht gelingt es ihr mit einem Gewinn wieder in die Großstadt zurück zu kommen.

Hinweis: Von dieser Episode gibt es auch eine Radioversion (nicht downloadbar).

HUS008 Der Körper als Partitur

Der Schwullesbische Chor Köln
Ein Porträt von Peter Supp

Lesbische und schwule Chöre haben vor allen in den USA ihre Wurzeln. Schon 1971 gründete die Komponistin Roberta Kossa in New York den Chor ‘Women like me’. In den Achtziger Jahren gründen sich in Europa die ersten Gruppen. Bereits 1980 bildet sich in Hamburg der ‘Hamburger Tuntenchor’. Kurz danach, 1982, wurde in Köln der Chor ‘Triviatas’ gegründet.
Die Chöre sind wichtige Integrationsorte innerhalb der schwullesbischen Community. Sie bieten einen Raum, in dem die Mitglieder sowohl ihre musikalischen Interessen verfolgen können, als auch von Ressentiments und Vorurteilen gegenüber Homosexuellen geschützt sind und sich frei und unverstellt bewegen können. Dies spielte vor allem zu Beginn der homosexuellen Chorbewegung eine wichtige Rolle, mit der zunehmenden gesellschaftlichen Emanzipation tritt der musikalische Aspekt in den Vordergrund.

HUS007 50 Jahre in 20 Minuten

Eine Autorevue

Seit 1965 erscheint die “Autorevue” einmal Monat mit einer neuen Ausgabe, zuletzt mit einer Auflage von 60.000 Exemplaren. Sie ist damit das traditionsreichste Magazin Österreichs jenseits von Titeln mit Vereinshintergrund.
Der Anspruch an Layout, Fotografie und Text war von Anfang an hAutorevueoch. Experten aus der Industrie und dem Motorsport konnten von Beginn an als Mitarbeiter gewonnen werden. Literaten liefern Textbeiträge auf hohem Niveau. Die zuletzt hinzugekommene elektronische Ausgabe im Internet „autorevue.at“ verzeichnet 619.000 Besucher im Monat.
2015 feierte das Magazin seinen 50. Geburtstag.
Peter Supp mit einer Hommage an die Autorevue.
Lizenz: CY-BY-NC

HUS006 Monaco Grand Prix am Thörlbach

Geschichten eines jungen Manns aus den wilden Sechzigern des vorigen Jahrhunderts

Erich Glavitza erzählt Geschichten und Anekdoten aus den wilden Sechzigern, als er nicht viel von der Schule hielt und lieber mit dem Auto seiner Mutter Rennen auf den Waldstrassen um Kapfenberg (Steiermark) gefahren ist.
Erich Glavitza wurde 1942 in Kapfenberg geboren und promovierte in Wien zum Doktor der Philosophie und Wissenschaftstheorie. In den Sechzigerjahren schrieb er für die „Salzburger Nachrichten“, „Die Presse“, „Kurier“, später „Der Standard“/Wien sowie für englische und amerikanische Zeitschriften. Gleichzeitig fuhr er erfolgreich Auto- und Motocross-Rennen und war Stuntman in James-Bond-Filmen, doubelte Diana Rigg, hierzulande bekannt als „Emma Peel“, und fabrizierte die Rennunfälle in Steve McQueens „24 Stunden von Le Mans“.
Später folgten Eishockey und Sportschießen – österreichischer Meister mit der Combatpistole. Er leitete eine sehr erfolgreiche Rennfahrerschule für Jungtalente, das „Junior Racing College“, und arbeitet heute als Fahrsicherheitstrainer beim ÖAMTC im Fahrtechnikzentrum Teesdorf.
Seine literarischen Arbeiten sind bei Resistenz („Wölfe“, „Koschak – Get the Rolex“), ORAC Verlag („Härte ohne Grenzen“), bei Liber Libri/Guthman-Peterson („Killer Leopard“) und in der 100-Jahre-Sterz-Sondernummer, Literaturzeitschrift/Graz, erschienen. Er wird dort mit seiner Prosa „Bewältigung“ und „Männermord“ unter Österreichs wichtigen GegenwartsautorInnen angeführt.
Er lebt zurzeit in Wien, ist geschieden und hat drei Töchter, die ihn lieber am Schreibtisch als in Rennautos sehen wollen.

Sie hören Auszüge eines Mitschnitts einer Lesung im Kulturzentrum Kapfenberg.

Gestaltung: Peter Supp

Lizenz: CY-BY-NC

HUS005 La vita è bella

Vom Nutzen des Rennfahrens

Am 12. Mai 1974 fand in Melk das erste EM-Rallycross der Saison in Österreich statt. Eine neue Motorsportart aus England und Holland, welche das Publikum begeisterte. Die kurzen, übersichtlichen Strecken, und der wechselnde Belag aus Schotter und Asphalt zogen tausende Zuschauer an.
Publikumslieblinge zur damaligen Zeit waren die beiden österreichischen Fahrer Franz Wurz und Herbert Grünsteidl. Im Leben Freunde, auf der Rennstrecke erbitterte Gegner, mischten sie die internationale Konkurrenz auf.
Und auch nach dem Ende ihrer Motorsportkarrieren verstanden sie es, ihre dort erworbenen Erkenntnisse zu nutzen. Sie entwickelten ein System von Fahrsicherheitstrainings, das in Österreich unter anderem zur gesetzlichen Verpflichtung bei Führerscheinneulingen beitrug und international als Vorbild dient.
Peter Supp erzählt die spannende Lebensgeschichten von zwei der größten österreichischen Motorsportlern aller Zeiten.
Lizenz: CY-BY-NC

HUS003 Warum Hitler eine philippinische Mutter hatte

Eine abenteuerliche Frachtschiffreise entlang der westafrikanischen Küste

Der Kulturanthropologe, Schriftsteller und Übersetzer Alexander Urosevic liest und erzählt von seiner abenteuerlichen Frachtschiffsreise entlang der westafrikanischen Küste. Er folgt damit dem Spuren seiner Großmutter, die in den Sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts als 63-jährige Frau alleine eine solche Reise gemacht hat.

Sie hören Auszüge aus einem Mitschnitt einer Lesung im Beratungszentrum der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen in Wien.


Lizenz: CC-BY-NC

Weitere Eindrücke über diese Reise sind dem Buch Das Meer der toten Schiffe, erschienen in der Edition Steinbauer, zu entnehmen.

HUS002 Der Marokkanerbrunnen in Wien

Marokkanerbrunnen Wien
© 2015 Peter Supp

Dank der hohen Wertschätzung Seiner Majestät, des Königs Hassan II. hat Marokko, im Rahmen der Tausendjahrfeier in Österreich im Jahr 1996, der Stadt Wien einen traditionellen Brunnen geschenkt. Viel Symbolik war mit der Eröffnung 1969 verbunden. 16 Jahre später im Frühjahr 2015 ist der Brunnen trocken, baufällig und mit einem unschönen Baugitter zum Schutz der Passanten versehen.

Für Stadtradio habe ich diesen Betrag gestaltet.

Hinweis: Im Sommer 2016 ist der Brunnen nach einer Renovierung wieder in Betrieb genommen worden und wird nunmehr im Winter durch eine Hausung geschützt.

Lizenz: CC-BY-NC

HUS001 Edith wach auf!

Wenn man mit 23 Jahren nicht nur mit dem Auto von der Straße katapultiert wird, sondern auch aus seinem bisherigen Leben zunächst ins Koma und danach in den Rollstuhl, ist das eine kapitale Lebenskrise. Dieser musste sich Edith Grünseis-Pacher stellen. 23 Jahre später führe ich mit ihr ein Gespräch, in dem sie erzählt wie alles kam und vor allem, was danach geschah.

Dieser Beitrag entstand im Wintersemester 2012/2013 im Rahmen des Lehrganges Radio- und Audiojournalismus im Polycollege Johannagasse, Wien.
Dozentinnen: Judith Brandner (Leitung), Vera Albert, Mag. Andrea Hauer, Eva Simsic.

Gestaltung: Peter Supp
Sprecherinnen: Vera Albert, Kristin Pfeifer
Musik: Promises to keep, Kevin McLeod, www.incompetech.com

Lizenz: CC-BY-NC